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Rückblick auf 5 Jahre bei IPS Concept
Eine Wahnsinnszeit!
Als ich damals, am 1. Juli 2021 bei IPS Concept meinen Start fand, war meine Rolle ganz klar die eines Schülers.
Ich durfte an Seminaren zu Vertrieb und Teamwork teilnehmen, wurde breit in vergangene und aktuelle Projekte eingeführt, intensiv in DOCUS DMS eingewiesen und startete, mehr oder weniger unverhofft, meine Reise als Produktmanager im Bereich Dokumentenmanagement.
Meine Erwartungen waren damals vage. Ich wusste, dass ich in ein Umfeld komme, in dem Leistung, Anspruch und Entwicklung keine Phrasen sind. Gleichzeitig war ich natürlich sehr gespannt, worauf ich mich konkret einlasse und ob mir die Arbeit Freude bringt.
An meinen ersten Arbeitstag erinnere ich mich noch gut. Auf die Frage, wie ich mich fühle, habe ich eher lapidar geantwortet: „Another day, another dollar.“
Heute weiß ich: Das war eher ein Versuch, Nervosität zu überspielen und gleichzeitig Einsatzbereitschaft zu zeigen.
Was danach kam, war alles andere als Routine.
Über die Jahre durfte ich Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen: zunächst im DMS-Umfeld, später zunehmend eigenständig im Support- und Projektgeschäft. Danach kamen weitere Themen dazu – strategische Konzeption, Vertrieb, Marketing sowie die Entwicklung und Durchführung eigener Produkte und Trainingsformate.
Gerade diese Bandbreite hat meine Zeit bei IPS Concept so besonders gemacht. Ich durfte nicht nur Aufgaben erledigen, sondern an vielen Stellen mitgestalten, mitdenken und mitverantworten.
Besonders prägend waren für mich die Momente, in denen sichtbar wurde, dass unsere Arbeit Wirkung entfaltet. Im DMS-Bereich war es immer wieder schön zu erleben, wie sich durch eine erfolgreiche Einführung, durch gute Betreuung und durch gewachsenes Vertrauen die Zusammenarbeit mit Kunden sichtbar verbessert. Wenn Prozesse sauber greifen, wenn Ansprechpartner sich auf einen verlassen können und wenn sich daraus echtes Standing entwickelt, dann ist das nicht nur fachlich befriedigend, sondern auch menschlich sehr wertvoll.
Im Vertrieb war es für mich ein starkes Gefühl zu sehen, dass Kampagnen, für die ich persönlich Verantwortung getragen habe, nicht nur theoretisch gut gedacht waren, sondern ganz konkret Leads und Aufträge generiert haben. Das ist ein besonderer Moment: wenn aus Ideen, Abstimmungen und sehr vielen kleinen Schritten am Ende ein messbares Ergebnis wird.
Im Trainings- und Konzeptbereich waren die Aha-Momente mindestens genauso groß. Es ist etwas Besonderes, ein Konzept nicht nur auf dem Papier zu entwickeln, sondern später in der Praxis zu sehen, dass es funktioniert. Dass Inhalte greifen. Dass Strukturen tragen. Dass sich Gedanken in Ergebnisse übersetzen. Besonders stolz macht mich dabei, dass ich inzwischen bereits mehrere Klassen im Rahmen von VTrainee begleiten durfte, drei Klassen mit verabschiedet habe und mittlerweile die vierte Klasse unterstützen darf. Über 18 Monate hinweg Entwicklung miterleben zu dürfen, ist für mich etwas sehr Wertvolles. Zu sehen, wie junge Vertriebler wachsen, sicherer werden, mutiger auftreten und ihren eigenen Stil entwickeln, ist ein Privileg.
Fachlich habe ich in diesen fünf Jahren sehr viel gelernt – vor allem auch Dinge, die ich am Anfang unterschätzt habe. Dazu gehört ganz klar das Backoffice und die Vielzahl an organisatorischen, kaufmännischen und administrativen Themen, die im Hintergrund eines Unternehmens täglich sauber mitlaufen müssen.
Auch im Vertrieb habe ich vieles realistischer einordnen gelernt: wie lang Verkaufsprozesse tatsächlich sein können, wie unterschiedlich Entscheidungswege in Unternehmen funktionieren und wie herausfordernd die Zahlungsziele und Zahlungsinstanzen mancher großer, renommierter Unternehmen sein können. Solche Erfahrungen schärfen den Blick – nicht nur auf Geschäft, sondern auch auf Geduld, Timing und Konsquenz.
In der Produktentwicklung habe ich gelernt, wie anspruchsvoll das Spannungsfeld zwischen Entwicklung und Vertrieb ist: auf der einen Seite der berechtigte Wunsch, Produkte immer weiter zu verbessern und zu perfektionieren; auf der anderen Seite die Notwendigkeit, irgendwann in den Markt zu gehen, sichtbar zu werden und wirtschaftlich zu handeln. Dieses Spannungsverhältnis konstruktiv auszuhalten und zu moderieren, war und ist für mich eine Herausforderung. Denn, (trotz Vertriebsspin der letzten Jahre) die Liebe zu features und upgrades sitzt einfach zu tief in meiner Xennial-DNS. 1100101.
Und auch in der Trainingsarbeit habe ich viel dazugelernt. Ich habe unterschätzt, wie unterschiedlich Teilnehmer geprägt sind – durch Generation, Region, Unternehmenskontext und Persönlichkeit. Zum Glück bin ich im Kern intergenerationell und offen. Noch. ^^
Persönlich war für mich eine der wichtigsten Erkenntnisse dieser Jahre: Druck kann aus Menschen sehr viel herausholen – aber zu viel Druck wirkt in die falsche Richtung. Q4 lässt grüßen. Gerade wenn man für Kunden, Projekte, Ergebnisse und das eigene Unternehmen Verantwortung trägt, ist mentale Beanspruchung real. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig einen Reset zu erlauben, um mit klarem Kopf und neuer Energie weiterzugehen.
Mich motiviert auch weiterhin die Perspektive, mich immer wieder neu beweisen zu dürfen, neue Dinge auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und an Herausforderungen zu wachsen. Entscheidungen – auch unangenehme – treffe ich heute genauso entschlossen wie früher, aber mit einem stärkeren Bewusstsein für die Folgen. Vorsicht + Weitsicht = Umsicht ✓
Ubi consistis? Quo vadis?
Warum ich nach fünf Jahren noch hier bin? Nicht wegen unserem Firmenjet oder dem Obstkorb. Nicht weil immer alles leicht wäre. Und auch nicht, weil uns per se Dinge einfach gemacht werden:
Sondern weil ich bei IPS Concept etwas erlebe, das für mich deutlich mehr zählt: Autentizität. Einen Anspruch, der nicht von Stimmung, Bequemlichkeit oder äußeren Umständen geprägt ist. Das gemeinsame Verständnis, zusammen an etwas zu arbeiten, das einen Unterschied zum Besseren machen soll, ist für mich bis heute etwas Besonderes.
Mein Dank gilt deshalb vor allem Philipp Stinson – für die Aufnahme ins Team, für das Onboarding, für das Mitnehmen, für Vertrauen und für den Anspruch, mehr anzustreben und mehr erreichen zu können. Jörg Ziggert danke ich für viele intensive, produktive Stunden und das starke gemeinsame Arbeiten an Lösungen. Nora und Dieter Bigalke danke ich für ihren beeindruckenden Wissensdurst und ihren Entwicklerstolz, der für mich ein Vorbild darin ist, mit Akribie, Sorgfalt und ernsthaftem Qualitätsanspruch an Dinge heranzugehen. Und danke auch an die vielen Ansprechpartner auf Kundenseite, mit denen die Zusammenarbeit über Jahre hinweg nicht nur erfolgreich, sondern menschlich einfach angenehm und wertvoll war.
Fünf Jahre IPS Concept bedeuten für mich deshalb vor allem eines:
Lernen. Leben. Leiden. Liefern. Lachen. (read and repeat)
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